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MedienmitteilungVeröffentlicht am 4. März 2026

Energiekrise in der Ukraine: Die ersten Lieferungen von Diesel-Generatoren aus der Schweiz sind in Kyjiw eingetroffen

Bern, 04.03.2026 — Die ersten Geräte der rund 70 Diesel-Generatoren, die der Bund als Reaktion auf die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn in die Ukraine liefert, sind in Kyjiw (Kiew) angekommen. In Anwesenheit des Leiters des Bereichs Internationale Zusammenarbeit der Schweizer Botschaft, Jean-Luc Bernasconi, nahm der ukrainische Katastrophenschutz die Generatoren am 4. März 2026 offiziell entgegen und wird sie an verschiedenen Orten einsetzen, an denen die Energie-Infrastruktur zerstört ist. Die Generatoren aus der Schweiz sind Teil des Hilfspakets des Bundesrates vom 11. Februar 2026 zur Lieferung von dringend benötigten Energiegütern in die Ukraine. Weitere Lieferungen, zu denen auch gasbetriebene Heizkörper gehören, folgen laufend.

Die erste Lieferung von 17 Generatoren und mehreren mobilen Heizgeräten wurde im Rahmen einer Zeremonie dem ukrainischen Katastrophenschutz (SESU) in dessen Räumlichkeiten in der Oblast Kyjiw übergeben. «Die Generatoren werden durch unsere bewährten Partner des SESU dort eingesetzt, wo sie am dringendsten gebraucht werden», sagte Jean-Luc Bernasconi, stellvertretender Chef der Schweizer Botschaft in Kyjiw. «Insgesamt profitieren mehrere hunderttausend Menschen von den Lieferungen dieses Hilfspakets. So können wir gezielt Hilfe leisten und mit unserer Unterstützung einen Mehrwert für die Bevölkerung schaffen», ergänzte Bernasconi, der an der Schweizer Botschaft in Kyjiw auch den Bereich Internationale Zusammenarbeit leitet.

Der stellvertretende Leiter des ukrainischen Katastrophenschutzes, Roman Prymush, dankte der Schweiz für ihre rasche Unterstützung bei der Bewältigung der Energiekrise, um die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundespräsident Guy Parmelin und Bundesrat Ignazio Cassis im Januar am World Economic Forum (WEF) in Davos gebeten hatte.

Der SESU übernimmt einen Teil der Generatoren und der gasbetriebenen Heizkörper. Andere aus der Schweiz gelieferte gasbetriebene Generatoren werden vom ukrainischen Ministerium für Entwicklung von Gemeinden und Gebieten für den dringenden Bedarf in Heizungs- und Kraftwerken im ganzen Land eingesetzt. Der SESU stand vor und während der Lieferung in ständigem Kontakt mit der Schweizer Botschaft in Kyjiw.

Lieferungen sind Teil des Hilfspakets des Bundesrates

Der Bundesrat hatte am 11. Februar 2026 das Hilfspaket zur Lieferung von dringend benötigten Energiegütern an die Ukraine beschlossen. Dieses umfasst neben den 70 Diesel-Generatoren verschiedener Leistungsstärken 18 erdgasbetriebene Strommodule, die an Fernwärmebetriebe in vier grösseren, von der Energiekrise besonders betroffenen Städten geliefert werden.

Die von Schweizer Unternehmen beschafften Diesel-Generatoren werden auf Lastwagen verladen und verlassen seit 20. Februar 2026 nach und nach die Schweiz. Die Transporte kommen seit dem 24. Februar in der Ukraine an. Bis Ende März sollen alle Diesel-Generatoren in der Ukraine eingetroffen sein. Die grösseren 18 gasbetriebenen Strommodule für Fernwärmebetriebe werden nach und nach folgen. Für sie sind an ihrem Bestimmungsort umfangreiche Vorbereitungsarbeiten notwendig, um einen wirksamen Betrieb sicherzustellen.

Der Umsetzungsprozess des Hilfspakets erfolgt unter der Leitung des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber. Die für den Einkauf des Materials, den Transport und die Koordination benötigten Mittel von maximal 32 Millionen Franken stammen aus dem bestehenden Budget des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Rahmen des Länderprogramms Ukraine. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist für die organisatorische sowie logistische Umsetzung verantwortlich.

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 hat der Bund knapp 900 Millionen Franken für die internationale Zusammenarbeit zugunsten der Ukraine eingesetzt.

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