Erstmals Vernehmlassung zur Standortförderung
Bern, 25.02.2026 — Der Bundesrat hat am 25. Februar 2026 die Vernehmlassung der Botschaft zur Standortförderung 2028–2031 eröffnet. Für diese Zeitspanne sollen knapp 400 Millionen Franken eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen die administrative Entlastung der KMU, die Unterstützung der KMU beim Zugang zu internationalen Märkten sowie die wirtschaftliche Stärkung der Regionen.
Zur Botschaft für Standortförderung wird zum ersten Mal eine Vernehmlassung durchgeführt. Sie dauert bis zum 1. Juni 2026.
Damit der Bundesrat die Instrumente der Standortförderung fortführen und weiterentwickeln kann, unterbreitet er dem Parlament für die Jahre 2028–2031 fünf Finanzierungsbeschlüsse im Gesamtumfang von 392,21 Millionen Franken. Für die Jahre 2024–2027 stand ein Betrag von 428,83 Millionen Franken zur Verfügung. Die Standortförderung erfolgt über die Instrumente der KMU-Politik, Tourismuspolitik, Regionalpolitik sowie Exportförderung und Standortpromotion. Ausgebaut werden insbesondere die digitalen Leistungen von Bund und Kantonen für Unternehmen. Trotzdem sieht das beantragte Gesamtbudget für die Standortförderung 2028–2031 – unter Berücksichtigung des Entlastungspakets 2027 sowie Ausklammerung der Sonderzahlungen (Covid/Recovery Programm) – eine Reduktion um 5,2 Prozent gegenüber der Vorperiode vor.
Die drei Schwerpunkte der Standortförderung
KMU mittels Digitalisierung administrativ entlasten: Die Digitalisierung von Behördenleistungen wird modernisiert und ausgebaut. Im Fokus steht die Weiterentwicklung von EasyGov.swiss. Die Plattform soll zu einem Marktplatz für digitale Leistungen von Bund und Kantonen ausgebaut und zum Standard für ein zukunftsorientiertes «Digital Government» für Unternehmen in der Schweiz werden.
Zugang für KMU zu internationalen Märkten erleichtern: Die Exportförderung unterstützt KMU in der Schweiz beim Zugang zu neuen und bestehenden Auslandsmärkten und hilft ihnen, sich in einem dynamischen internationalen Umfeld zu behaupten. Angesichts zunehmender Exporthürden und volatiler Rahmenbedingungen wird der internationale Handel komplexer. Dies erfordert gezielte Strategien zur Risikodiversifikation. Gleichzeitig bieten neue und bestehende Handelsabkommen Chancen. Der Bund unterstützt exportorientierte Firmen mittels Information, Beratung und Exportrisikoversicherung.
Regionen wirtschaftlich stärken: Mit der Standortförderung will der Bundesrat die ganze Schweiz wirtschaftlich stärken. Er trägt dazu bei, dass alle Regionen attraktive Lebens- und Arbeitsorte sind und bleiben. Die Standortförderung unterstützt dafür Tourismusdestinationen und wirtschaftlich ausgerichtete Projekte im ländlichen Raum, den Berggebieten und Grenzregionen.
Links:
Laufende Vernehmlassungen (Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung)
