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MedienmitteilungVeröffentlicht am 28. Januar 2026

Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee

Bern, 28.01.2026 — Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 folgende Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.

Divisionär Patrick Gauchat, zurzeit Chef der UNO-Friedensmission UNTSO in Jerusalem, wird per 1. Juli 2026 zum Verteidigungsattaché an der Schweizerischen Botschaft in Paris mit Akkreditierungen in Frankreich, Belgien und Luxemburg ernannt. Diese Ernennung erfolgt vorbehältlich der Zustimmung durch die jeweiligen Empfangsstaaten sowie unter Beibehaltung des Grades eines Divisionärs. Er wird im Rahmen der Einsatzvorbereitung vom 1. März 2026 bis zum Zeitpunkt der Funktionsübernahme die Ausbildung als Verteidigungs-attaché absolvieren.

Der 58-jährige Patrick Gauchat, von Prêles BE, hat an der ETH Lausanne ein Ingenieur-studium in Landwirtschafts- und Umwelttechnik absolviert. Bis 2004 arbeitete er bei der SBB als Ingenieur in verschiedenen Funktionen. Bereits seit dem Jahr 2000 leistete er verschiedene internationale Einsätze für die UN, unter anderem als Militärbeobachter in der Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands im Nahen Osten (UNTSO), oder als stellvertretender Delegationsleiter der Neutralen Überwachungs-kommission für den Waffenstillstand in Korea (NNSC). Ab 2006 arbeitete Patrick Gauchat in verschiedenen regionalen und überregionalen Führungsfunktionen und als Abteilungsleiter Projektführung bei der SBB. 2009 übernahm er die Funktion als Peacekeeping Affairs Officer im UN Hauptquartier in New York. 2011 bis 2013 folgte ein weiterer Einsatz im Nahen Osten als Deputy Chief of Staff im Hauptquartier der UNTSO. Ab 2013 bis 2014 war er als Kommandant des regionalen Detachements Nord der KFOR im Kosovo tätig. Ab 2014 arbeitete Patrick Gauchat wiederum im UN Hauptquartier in New York als leitender Offizier. In seiner Milizfunktion kommandierte er das Geb Inf Bat 7, war 2014 bis 2015 Stellvertreten-der Kommandant der Geb Inf Br 10 und von 2016 bis 2017 Stellvertretender Kommandant der Territorialregion 1. Auf den 1. Juli 2017 erfolgte die Ernennung als Delegationsleiter NNSC mit gleichzeitiger Verleihung des Grades eines Divisionärs. Im Anschluss an ein Auswahlverfahren der UNO ernannte der UNO Generalsekretär Divisionär Gauchat auf den 1. Dezember 2021 als Chef der UNO-Friedensmission UNTSO. 2025 hat Divisionär Gauchat auf Anfrage der Vereinten Nationen zusätzlich und ad interim das Kommando der UNO-Friedensmission UNDOF auf den Golanhöhen übernommen.

Brigadier Silvano Barilli, zurzeit Kommandant Lehrverband Logistik, übernimmt per 1. Juni 2026 den Chefposten als Militärischer Vertreter bei der NATO / EU in Brüssel.

Der 57-jährige Silvano Barilli hat an der Universität Zürich studiert und mit dem Lizenziat als lic. oec. abgeschlossen. 1997 ist Brigadier Barilli in das Instruktionskorps der Luftwaffe eingetreten und war seither in verschiedenen Funktionen der Armee eingesetzt. Von 2005 bis 2006 absolvierte er das Air Command and Staff College an der Air Force University in Montgomery (AL/USA), welches er mit dem Master in Operational Military Art and Science abschloss. Zudem absolvierte Brigadier Barilli 2009 einen Einsatz im Rahmen der SWISSCOY im Kosovo als Deputy Chief G3 und Chief G3 Plans bei der Multinational Task Force South. Per 1. Juni 2011 übernahm er das Kommando der Flieger Unteroffiziers-Rekrutenschule. Ab 1. Januar 2014 war er als Projektleiter Weiterentwicklung der Luftwaffe eingesetzt. Auf den 1. Januar 2016 wurde er durch den Bundesrat zum Stabschef Chef der Armee ad interim ernannt und per 1. Juli 2016 als Stabschef Chef der Armee, unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier, bestätigt. Per 1. Januar 2018 erfolgte die Ernennung als Kommandant Logistikbrigade 1 und per 1. Januar 2022 wurde Brigadier Barilli zum Kommandant Lehrverband Logistik ernannt.

Die Nachfolge für den Kommandant Lehrverband Logistik wird zu einem späteren Zeitpunkt geregelt.

Oberst i Gst Daniel Aeschbach, zurzeit Kommandant Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere, wird per 1. Februar 2026 Kommandant Logistikbrigade 1 unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier.

Der 50-jährige Daniel Aeschbach absolvierte ein Studium der Veterinärmedizin an der Universität Zürich. Anschliessend erlangte er das Doktorat der Veterinärmedizin an der Klinik für Kleine Haustiere am Tierspital Bern. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Diplomlehrgangs an der Militärakademie der ETH Zürich im Jahr 2005 wurde er bis 2013 als Berufsoffizier in der Funktion des Chefs Veterinärdienst im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere eingesetzt. Im Jahr 2009 absolvierte Oberst i Gst Aeschbach den Combined Logistics Captains Career Course an der Logistik Universität der US Streitkräfte in Fort Lee USA und von 2012 bis 2013 erfolgte die Ausbildung zum amtlichen Tierarzt. 2014 bis 2019 wurde Oberst i Gst Aeschbach in der Logistikbasis der Armee eingesetzt, zuerst als Projektleiter Planung LBA im Rahmen des Projektes Weiterentwicklung der Armee, dann als Leiter Weiterentwicklung der Armeeapotheke und anschliessend als Beauftragter Bereitschaft. Im Jahr 2020 schloss Oberst i Gst Aeschbach erfolgreich den berufsbegleitenden Executive Master of Business Administration an der Fachhochschule Graubünden ab. Ab Mitte Mai 2020 übernahm er zuerst interimistisch die Führung der Armeeapotheke und per 1. Januar 2021 erfolgte die Ernennung zum Chef Armeeapotheke. Mit Wirkung ab 1. Januar 2023 erfolgte die Ernennung zum Kommandant Kompetenz-zentrum Veterinärdienst und Armeetiere.

Divisionär Peter Wanner, Verteidigungsattaché an der Schweizerischen Botschaft in Paris mit Akkreditierungen in Frankreich, Belgien und Luxemburg, wird auf den 30. Juni 2026 ordentlich in den Ruhestand treten.

Divisionär Wanner trat 1985 in das Instruktionskorps ein und hatte innerhalb der Armee verschiedenste Funktionen inne. So war er im Grad eines Brigadiers ab 2008 Stabschef Chef der Armee, ab 2011 Verteidigungsattaché in Rom und per 1. August 2013 erfolgte die Ernennung zum Chef Internationale Beziehungen Verteidigung, bevor er per 1. Oktober 2016 zum Verteidigungsattaché in Washington ernannt wurde. Ab dem 1. Juli 2020 war Divisionär Wanner Militärischer Vertreter bei der NATO / EU in Brüssel und per 1. Oktober 2024 folgte die Ernennung zum Verteidigungsattaché in Paris.

Der Bundesrat dankt Divisionär Peter Wanner für seinen engagierten Einsatz und wertvollen Beitrag zu Gunsten der Schweizer Armee.

Brigadier Beat Kocherhans, Militärischer Vertreter bei der NATO und der EU in Brüssel, wird auf den 31. Mai 2026 ordentlich in den Ruhestand treten.

Brigadier Kocherhans trat 1989 als Berufsoffizier in das Instruktionskorps ein. 2009 erfolgte die Ernennung zum Kommandant der Instandhaltungsschulen in Thun und Lyss, 2013 wurde er Chef Logistik Vorgaben und Ausbildung in der Logistikbasis der Armee und per 1. Mai 2014 wurde er zum Zugeteilten Stabsoffizier der Generalsekretärin VBS ernannt. Ab 1. März 2016 war er Stabschef Arbeitsgruppe Asylunterkünfte VBS und ab 1. Juli 2017 Executive Officer der Partner Interoperability Advocacy Group (PIAG) in Brüssel. Ab dem 1. Januar 2020 hatte er die Funktion als Stellvertretender Militärvertreter bei der NATO und der EU inne und am 1. November 2024 übernahm er im Grad eines Brigadiers den Chefposten als Militärischer Vertreter bei der NATO und der EU in Brüssel.

Der Bundesrat dankt Brigadier Beat Kocherhans für seinen engagierten Einsatz und wertvollen Beitrag zu Gunsten der Schweizer Armee.