«Sport zwischen Licht und Schatten»
Schülerinnen und Schüler dreier Gymnasien aus drei verschiedenen Sprachregionen haben an der Realisierung des Dokumentarfilms «Luci e ombre dello sport» mitgewirkt. Im Rahmen des Projekts «Parlo un’altra lingua, ma ti capisco» (PUAL) interviewten sie nationale und internationale Sportlerinnen und Sportler und hielten deren Erfahrungen fest.
Das von Coscienza Svizzera geförderte Projekt PUAL wurde von der Radiotelevisione della Svizzera italiana (RSI) und dem Bundesamt für Kultur unterstützt und mit dem Ziel ins Leben gerufen, Begegnungen, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zwischen jungen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen zu fördern. Durch die gemeinsame Arbeit konnten die Teilnehmenden einander nicht nur auf sprachlicher und kultureller, sondern auch auf kreativer und menschlicher Ebene begegnen und dabei praktische Fähigkeiten im Bereich der Multimediaproduktion entwickeln.
Multimedialer Ausflug in die Welt des Sports
Für die Ausgabe 2025/26 des Projekts, die dem Thema Sport gewidmet war, kamen rund 70 Schülerinnen und Schüler für verschiedene Aktivitäten am CST zusammen. Während der Realisierungsphase interviewten sie verschiedene Sportlerinnen und Sportler und nahmen an kreativen Workshops zur Videoproduktion teil. In einigen Aktivitäten kamen auch innovative KI-Tools zum Einsatz. Im Rahmen dieser praktischen Arbeiten wurden etwa 30 Stunden audiovisuelles Material gesammelt, das anschliessend von RSI zu einem 69-minütigen Dokumentarfilm verarbeitet wurde. Zu den zahlreichen interviewten Sportlerinnen und Sportlern sowie Expertinnen und Experten zählen Noè Ponti, Jonathan Sabbatini, Stefano Sarina, Edo Carrasco, Luca Cereda, Ajla Del Ponte, Americo Fernandes, Enrico Ferretti, Herb Johnson, Simona Ghisletta, Ricky Petrucciani, Gaëlle Thalmann sowie weitere Persönlichkeiten aus der Welt des Sports. Dank der Beiträge dieser unterschiedlichen Personen, die nicht nur die sportlichen Erfahrungen, sondern auch ihre Lebenserfahrung mit den Jugendlichen teilten, konnte das Thema angemessen vertieft werden.
Das Setting und die Filmpremiere
Das CST spielte für das Projekt nicht nur logistisch und organisatorisch, sondern auch als Ort der Begegnung und des Austauschs eine zentrale Rolle. Mit seinen erstklassigen Anlagen und der idyllischen Lage bot es ein besonders angenehmes Umfeld. Neben der Projektarbeit standen auch Sport- und Freizeitaktivitäten auf dem Programm, was die Teilnehmenden sehr schätzten.
Der fertige Dokumentarfilm wurde schliesslich in Anwesenheit einiger der interviewten Sportlerinnen und Sportler sowie der beteiligten Jugendlichen im CST vorgestellt. Der Premierenabend, zu dem Freunde und Familienangehörige eingeladen waren, bot die Gelegenheit, auf das Geleistete zurückzublicken und sich auszutauschen. Sowohl der Film selbst als auch das Projekt, in dem die Schülerinnen und Schüler wertvolle Erfahrungen sammeln konnten, fanden grossen Anklang.
Mehrsprachigkeit, Zusammenarbeit und persönliches Wachstum
Die Jugendlichen äusserten sich sehr positiv zur Projektteilnahme. Sie schätzten die Bereitschaft und Spontaneität der interviewten Sportlerinnen und Sportler, die gute Zusammenarbeit unter den verschiedenen Sprachgruppen und den menschlichen Wert dieser Erfahrung. Die Mehrsprachigkeit erwies sich als einer der bedeutendsten Aspekte des Projekts: Die Jugendlichen kommunizierten in ihrer täglichen Arbeit in mehreren Sprachen, oft auch auf Englisch. Dies ermöglichte ihnen, ihre Sprachkenntnisse und Kommunikationskompetenzen in einem konkreten Umfeld weiterzuentwickeln.
Der Dokumentarfilm ist ein Zeugnis für den pädagogischen und kulturellen Wert der Initiative PUAL und der Rolle des CST als Ort der Begegnung, des persönlichen Wachstums und der Ausbildung junger Menschen aus der ganzen Schweiz.
«Luci e ombre dello sport» kann ab September 2026 über Play RSI gestreamt werden.
Text: Martina Ponti
Fotos: Fiorenzo Mordasini

